Kündigung Mitarbeiter – So halten Sie mit Bleibe-Gesprächen Ihre besten Mitarbeiter

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Ihr Mitarbeiter kündigt – Machen Sie auch diese Fehler?

Sie wissen es ja selbst. Unglücklicherweise ist es aus Unternehmenssicht oft so, dass gerade die talentiertesten und am besten ausgebildeten Mitarbeiter am ehesten gehen. Gerade  diejenigen die einen hohen Beitrag leisten.

Möglicherweise überlegen Sie: „Führe ich ein Bleibe-Gespräch – ja oder nein?“

Vielleicht sind Sie auch ärgerlich auf den Mitarbeiter, da Sie sich in der Vergangenheit stark für diesen eingesetzt haben und sich nun persönlich betroffen fühlen. So verständlich das auch sein kann, so wenig hilfreich ist Wut und Ärger, um Mitarbeiter zu bewegen, Kündigungsabsichten zu überdenken bzw. die Kündigung zurückzunehmen.

Erfahren Sie hier, was Sie noch tun können, wenn das „Kind schon in den Brunnen gefallen“ ist und einer Ihrer wichtigen Mitarbeiter gekündigt hat.

Was können Sie bei Kündigungen noch erreichen?

Bleibe-Gespräch – Warum Ihre Reaktion so wichtig ist

Bleibe-Gespräche bei der Mitarbeiterführung

Hohe Fluktuationsrate verhindert Qualität

Immer mehr Unternehmen erleben es, dass ganze Teams vom Wettbewerb abgeworben werden. Die Folgen sind fatal, denn eine hohe Fluktuationsrate verhindert Qualität.

Unternehmen haben im Wettbewerb einen Nachteil, weil Fluktuation die Kosten in die Höhe treibt und die Beziehungen zu Kunden und Lieferenten gefährdet.

Wertschätzungskultur

Zudem beobachten andere Mitarbeiter sehr genau, wie mit Kündigungen umgegangen wird. Womöglich erinnern Sie sich auch an den Satz, „Reisende soll man nicht aufhalten!“ – die Frage ist nur: Wie zeitgemäß ist denn heute noch der Satz? Insbesondere gut ausgebildete Mitarbeiter haben heute oft die Wahl, die Unternehmen viel weniger. Durch Ihre Reaktion leisten Sie auch einen Beitrag zu einer Kultur der Anerkennung.

Umso wichtiger ist es, wenn Ihnen eine Kündigung eines wertvollen Mitarbeiters vorliegt, richtig zu reagieren.

So halten Sie mit Bleibe-Gesprächen Ihre besten Mitarbeiter

Liegt die Kündigung erst einmal auf dem Tisch, ist es oft schwer, Mitarbeiter zu überzeugen, im Unternehmen zu bleiben. Mit einem gut durchdachten Bleibe-Gespräch lässt sich eine Kündigung oftmals dennoch vermeiden. Wir zeigen Ihnen, wie das funktioniert.

So führen Sie ein erfolgreiches Bleibe-Gespräch

Sie sollten Ihren Mitarbeiter in jedem Fall zeitnah unter vier Augen um ein persönliches Gespräch bitten. Wichtig ist, dass Sie Ihre Emotionen nicht nach außen tragen.

Bleibe-Gespräch - zeitnahe reagierenEventuell sind Sie aber auch sehr in Sorge, weil der Mitarbeiter, der kündigen möchte oder bereits gekündigt hat, wirklich wichtig für das Unternehmen ist. Lassen Sie sich das bitte nicht anmerken! Vereinbaren Sie deshalb so schnell wie möglich einen Vier-Augen-Termin.

Je mehr Zeit Sie verstreichen lassen, je unwahrscheinlicher wird es, dass Sie Ihren Mitarbeiter umstimmen können.

Denn derjenige hat es sich mit Sicherheit gut überlegt und aus seiner Sicht verspricht er sich aktuell von einem Wechsel mehr, als es ihn an „Preis für den Wechsel“ kostet. Dabei ist es auch völlig unerheblich, wie Sie die Situation und die Kündigungsgründe einschätzen. Umso mehr Zeit vergeht, umso mehr „Beweise“ wird der Mitarbeiter weiter für sich finden, dass seine Entscheidung richtig ist.

Bleibe-Gespräche professionell führenAus unserer Praxis:

Einer unserer Kunden hat das verstanden und hat sogar seinen Flug am Flughafen gecancelt, um sich an einem anderen Ort mit dem Mitarbeiter zu treffen. Er muss zudem das Gespräch so gut geführt haben, dass sich der Mitarbeiter in der Tat hat umstimmen lassen 😉 .

Sie sehen, Sie haben dennoch eine Chance, den Mitarbeiter umzustimmen. Laden Sie ihn zu einem Bleibe-Gespräch ein!

Beherzigen Sie nun die folgenden 5 Tipps und erhöhen Sie so Ihre Chancen, den Mitarbeiter umzustimmen.

1. Tipp: Vermeiden Sie negative Emotionen

Bleibe-Gespräche gut führenFühren Sie das Gespräch in einem ruhigen Raum und sorgen Sie dafür, dass Sie niemand stört.

Sie erinnern sich: Auch wenn Sie die Kündigung ärgert, weil Sie

  • sich in der Vergangenheit stark für denjenigen eingesetzt haben,
  • früher ein Zeichen erwartet hätten oder
  • sich sogar durch Ihr Verhalten mitschuldig fühlen,

aber ärgerlich werden Sie Ihr Ziel nur schwer erreichen können.

Kommen Sie immer direkt zum Punkt, indem Sie Ihrem Mitarbeiter ehrlich sagen, dass Sie seine Kündigungsabsicht erkannt haben bzw. seine Kündigung erhalten haben und was dies für Sie und Ihr Unternehmen bedeutet.

2. Tipp: Verdeutlichen Sie Ihre Wertschätzung bei dem Bleibe-Gespräch

Sagen Sie dem Mitarbeiter klar, dass Sie ihn und seine Leistung sehr schätzen und es schade fänden, ihn zu verlieren. Machen Sie deutlich, dass auch er als Mensch dieser Wertschätzung unterliegt.

3. Tipp: Hören Sie Ihrem Mitarbeiter gut zu!

Bei einem guten Bleibe-Gespräch wird Ihnen der Mitarbeiter seine Gründe für den Kündigungswunsch darstellen. Lassen Sie ihn in jedem Fall aussprechen, fallen Sie ihm nicht ins Wort und reagieren Sie nicht verärgert. Im Anschluss an seine Ausführungen sind Verständnisfragen natürlich erlaubt.

4. Tipp: Reagieren Sie auf die Aussagen

Je nachdem, was dem Kündigungswunsch zugrunde liegt, können Sie entsprechend reagieren.

Unternehmerisches Handeln Tipp 1Handelt es sich beispielsweise um persönliche Gründe, da der Mitarbeiter einem Ehepartner in ein anderes Land folgt, drücken Sie Verständnis aus. Halten können Sie ihn nicht.

Hat der Kündigungswunsch jedoch Gründe, die Sie beeinflussen können und wollen, etwa geringe Wertschätzung, fehlende Aufstiegschancen etc., kommunizieren Sie Lösungswege.

Stellen Sie sich dazu aber auch folgende Fragen:

  1. Können Sie dem Mitarbeiter wirklich Lösungen oder ein Gegenangebot anbieten, die die Ursachen der Kündigung beseitigt?
  2. Wie können Sie aus der vorhandenen Lage eine für beide Seiten bessere Situation entstehen lassen?
  3. Was wäre auch Ihnen hierfür wichtig?
5. Tipp: Setzen Sie Ihre Versprechen anschließend um!

Wenn Sie Ihrem Mitarbeiter entgegen kommen, weil er wirklich wichtig für das Unternehmen ist, achten Sie darauf, Ihren Worten schnellstmöglich Taten folgen zu lassen. Finden Sie so schnell keine Lösung für das spezielle Problem des Mitarbeiters, sagen Sie ihm ganz ehrlich, dass Sie ihn auf jeden Fall halten möchten und sich Lösungen überlegen. Vereinbaren Sie dann einen zeitnahen Anschlusstermin.

Bleibe-Gespräche bei Kündigungen von MitarbeiternBleibe-Gespräche bei Kündigungen

Wenn leistungsstarke Mitarbeiter gehen wollen, ist das immer ein Problem. Mit zügig durchgeführten Bleibe-Gesprächen können Sie das Ruder oft selbst dann noch herumreißen, wenn die Kündigung längst auf Ihrem Tisch liegt.

Besser ist es jedoch immer, Kündigungsabsichten frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Sie Ihre Führungskompetenz weiter verbessern können, ist womöglich auch dieser Artikel für Sie interessant: Die besten Tipps für Ihr Leadership.

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Gute Mitarbeiter halten – Führungskompetenz veredeln

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