Karrierebremsen – Verhindern diese „Macken“ auch Ihren Erfolg als Führungskraft?

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Jahresendspurt…

Fühlt sich dieses Jahr für Sie auch, wie ein unendlicher Marathon an?

Dann geht es Ihnen, wie vielen unserer Kunden die seit März alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um ihr Business zu erhalten, es umzustrukturieren, neu zu priorisieren und stellenweise viele Abendstunden im Homeoffice in Video-Calls zugebracht haben.

Zudem vermissen Sie womöglich auch die vielen kleinen spontanen Begegnungen mit Ihrem Team und den Kollegen.

Bald beginnt tatsächlich auch schon die Adventszeit und gleichzeitig für viele noch ein Jahresendspurt, um das letzte Quartal 2020 noch bestmöglich abzuschließen.

Umso schöner, dass Sie nun kurz inne halten, um sich unseren Beitrag zu gönnen.

Wie Erfolgreiche noch erfolgreicher werden

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die bereits erfolgreich sind, aber noch erfolgreicher werden möchten. Meine Aufgabe als Coach ist es, auch dafür zu sensibilisieren, dass die bisherigen Fähigkeiten nicht unbedingt auch die Fähigkeiten und Verhaltensweisen sind, die den nächsten Karriereschritt fördern.

In unseren letzten Newsletter ging es auch darum: Je weiter Sie kommen, umso mehr wird Ihr Verhalten, wie durch ein Vergrößerungsglas beobachtet und gewertet. Ihre Fachexpertise setzt man voraus, damit können Sie nicht mehr punkten. Einzelne „Macken im Verhalten“ fallen dadurch viel mehr ins Gewicht.

Damit Ihr Erfolg nicht das Problem ist

Da Sie, je weiter Sie nach oben aufsteigen, umso weniger ehrliches Feedback bekommen, haben wir hier für Sie die drei größten Verhaltensprobleme bei den zwischenmenschlichen Begegnungen zusammengefasst:

1. Immer gewinnen wollen

Wettbewerb per se ist ja nichts Schlechtes. Er kann beflügeln, uns inspirieren und zu High Performance anregen. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen zieldienlichem Wettbewerb und ständig gewinnen müssen.

Womöglich werden Sie jetzt sagen, was ist denn der Nachteil, wenn Sie in allen Situationen gewinnen wollen? Das macht doch Spaß und motiviert, sich anzustrengen? Bei vielen Führungskräften ist das zudem fast schon ein Zwang, da sie es genießen, der Sieger zu sein.

Lassen Sie uns deshalb hier die Nachteile, die dieses Verhalten mit sich bringt, näher anschauen:

  • Wir argumentieren zu heftig, weil wir unsere Sichtweise gegen die des anderen durchsetzen möchten.
  • In Summe setzen wir damit andere herab, da wir das Gefühl von Unterordnung erzeugen.
  • Es besteht die Gefahr, dass wir Informationen zurückhalten, da wir uns einen Vorteil verschaffen wollen.
  • Wir begünstigen Menschen unfair, um Verbündete zu gewinnen und uns einen Vorteil zu sichern.
  • Menschen verlieren die Lust, sich für uns zu engagieren.
  • Ist dieser Preis nicht viel zu hoch, nur damit Sie gewinnen können?

Unser Tipp:
Fragen Sie sich regelmäßig, ob die Situation es rechtfertigt, dass Sie in den Wettbewerb gehen. Oder ob sich weder Ihr Zeit- oder Krafteinsatz lohnt, hierfür die Nachteile in Kauf zu nehmen.

2. Sich zu sehr einmischen

In Workshops werden wir oft gefragt, wie man in Teams innovatives und unternehmerisches Verhalten als Führungsraft fördern kann. Es gibt viele tolle Tools, um Kreativität zu fördern, das ist gar keine Frage. Die nützen nur alle nichts, wenn Sie als Führungskraft Ihre Teams mit ungefragter „Besserwisserei“ auf die Palme bringen.

Die daraus entstehenden Nachteile für Sie sind:

  • Wir hören zu wenig zu, da wir glauben, das Gesagte schon zu kennen.
    Sie erinnern sich: Die häufigsten Gründe für Kündigungen sind, dass Mitarbeiter das Gefühl haben, dass man ihnen nicht zuhört.
  • Wir kommunizieren zu schnell die eigene Sichtweise, ohne die Beweggründe des anderen zu verstehen.
  • Der innere Antrieb, immer überbieten zu müssen, löst bei Menschen Frust aus.
  • Wir reißen das Gespräch an uns und nehmen dem anderen die Bühne.
  • Wenn Sie großartige Ideen wertschätzen, aber dann immer noch einen draufsetzen, verfehlt Ihre gewollte Motivation die Wirkung.
  • Durch ein „aber“ … empfinden Menschen keine Wertschätzung, sondern erleben es eher als „nachtreten‟.

Es ist ein Fehler, Menschen mit Worten beeindrucken zu wollen.

Das wusste schon 1771 Abbé Joseph Antoine Dinouard. Er beschrieb dies schon damals in seinem Buch „Die Kunst, den Mund zu halten‟ mit den Worten:

Wenn Sie bewusst mit Worten sparsam umgehen, macht dies jedes einzelne Wort wertvoller.

Sie müssen Ihre Autorität auch nicht dadurch behaupten, dass Sie z. B. in Meetings zu allem, was diskutiert wird, ein ausschweifendes Statement abgeben oder anderen ins Wort fallen.

Unser Tipp:
Fragen Sie sich jeweils, ob Ihr inhaltlicher Beitrag das Ergebnis so stark verbessert, dass es sich lohnt, zu lasten des Engagements Ihrer Mitarbeiter zu agieren. Das heisst nicht, dass Sie sich den Mund verbieten müssen oder die Ergebnisse nicht im Vordergrund stehen sollten.

Es ist nur die Frage, ob ein Beitrag von Ihnen, der das Ergebnis um 3 % verbessert, es Wert ist, einen Engagementsverlust von mehr als 30 % hinzunehmen.

3. Be- und verurteilen

Negative Kritik mag keiner. Unabhängig davon, wie subtil sie auch erfolgt. Ob mal als Führungskraft objektive Ergebnisse bewertet oder Menschen beurteilt, ist ein Unterschied. Die Haltung ist auch hier wieder ganz entscheidend. Was hätte es für Auswirkungen, wenn Sie den Gedanken zulassen würden, dass die Menschen um Sie herum, für alles was sie tun (oder auch nicht tun) gute Gründe haben. Sobald Sie be- oder verurteilen stellen Sie sich über andere.

Die Nachteile für Sie liegen auf der Hand:

  • Wenn wir be- und verurteilen, geben wir auch unbewusst destruktive Signale ab.
  • Wir reduzieren hilfreiche Vorschläge, da Menschen die Sorge haben, negativ beurteilt zu werden.
  • Wir verhindern, dass wir über neuste Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden, wenn sich Menschen in unserer Umgebung nicht sicher und wohlfühlen.
  • Wenn wir Ideen negativ bewerten, erhöhen wir den konfliktorientierten Austausch.

Unser Tipp:
Überlegen Sie, ob es nicht mehr Vorteile für Sie hätte, wenn Sie aufhören würden zu be- oder verurteilen. Wir alle kennen die Zukunft nicht und können streng genommen auch nicht zu 100 % vorhersagen, ob eine Idee oder eine Vorgehensweise erfolgreich sein wird.

Es sind nur Einschätzungen, die wir haben, und Wahrscheinlichkeiten, die wir beurteilen können. Ihre Teams werden Sie als viel angenehmer wahrnehmen und sich lieber mit Ihnen austauschen, wenn Sie anderen Sichtweise ohne eine Be- oder Verurteilung begegnen.

Wenn Sie sich bei einzelnen Verhaltensweisen selber erkannt haben, dann haben wir für Sie heute eine gute Nachricht:

Es ist meist leichter, mit „Macken“ einfach aufzuhören, als neues Verhalten zu lernen und zu trainieren.

Im Fazit auf den Punkt gebracht

Als Führungskraft gewinnen Sie an Autorität, wenn Sie

  • sich genau überlegen, wann es zu gewinnen gilt,
  • wo und wie Sie sich „einmischen“ sollten und
  • nicht unangemessen bewerten oder es erforderlich ist, Rückmeldung zu geben.

Könnte es noch andere Verhaltensweisen geben, die Ihrem Erfolg oder nächsten Karriereschritt im Weg stehen?

Dann nutzen Sie doch unser 60 Minuten Karrierevideo. Sie erhalten kostenlos eine 1:1 Schritt-Anleitung für Ihre Karriere.

 

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