Führung und Macht: Braucht es dafür auch Narzissmus?

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Ist gute Führung Machtausübung und beinhaltet durchaus einen gewissen Grad an Narzissmus?

Führung und Macht: Führungskräfte, die Macht besitzen, haben oft in der Regel hart gearbeitet, um sie zu bekommen.

Alfred Herrhausen (ehemaliger Vorstandssprecher Deutsche Bank, der im November 1989 einem Bombenattentat in Bad Homburg zum Opfer fiel) hat hierzu einmal gesagt:

„Entscheidend ist nicht die Frage, ob man Macht hat, sondern wie man mit ihr umgeht.‟

Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Machtquellen erhöhen und für Ihren Führungserfolg wirksam nutzen können.

Führung und Macht

Ob also die Qualität der Führung gut, ineffektiv oder gar destruktiv ist, hängt von der Fähigkeit des Einzelnen ab, seine Macht zu handhaben. Denn Führung ist ganz eindeutig Machtausübung. Die Quellen der Macht liegen natürlich in der Position, aber auch in der fachlichen und sozialen Kompetenz, der Vision und den Zielen, den Beziehungen, der Fähigkeit
zu kommunizieren, zu begeistern und vielen anderen mehr. Und im Gefühl für die eigene Stärke, einer großen Selbstakzeptanz.

Führung und Narzissmus

Im Grunde dürfte es uns gar nicht verwundern, dass viele narzißtische Menschen mit ihrem Bedürfnis nach Macht, Glanz und Prestige in den (oberen) Führungsetagen landen. Ihr Gefühl für Dramatik, die Fähigkeit, andere stark zu beeinflussen und ihr Hand zu distanzierten Beziehungen leisten ja im klassischen Organisationsleben oft gute Dienste.
(Hier finden Sie übrigens mehr zum Thema Narzissmus.)

Da Macht also im Guten wie im „Bösen‟ eingesetzt werden kann, wird sie zu einem wichtigen Thema für Führungskräfte und solche, die sich auf den Weg machen, eine gute zu sein.

Die „Dosis‟ der Macht

Macht ist eine Frage des „rechten Maßes, denn neben den vielen Positiven Elementen der Macht wie zum Beispiel:

  • Zuversicht
  • Zielorientierung
  • Dramaturgisches Geschick
  • Einfluss
  • Begeisterungsfähigkeit

Einfluss oder Macht?

Führung und Macht, braucht es nicht nur Einfluss?

Lassen Sie uns in diesem Zusammenhang zwei wesentliche Aussagen treffen:

Führung, Macht und NarzissmusMacht ist Teil jeder Organisation. Selbst wenn wir nicht über die potentielle Macht verfügen, etwas zu schaffen oder zu verändern, verfügen wir immer über die Macht, etwas zu verhindern!

Viele Führungskräfte denken, Sie hätten Einfluss aber keine Macht. Dies ist eine Illusion! Wer Einfluss hat, hat immer auch Macht, da diese beiden Elemente untrennbar miteinander verbunden sind.

Derjenige, der Einfluss nehmen will, braucht irgendeine Form von Machtquelle oder Potential.

 

  1. Analysieren Sie, ob Sie als Führungskraft über ausreichende persönliche Machtquellen verfügen, um Ihre Führungsaufgaben wahrzunehmen.
  2.  Entwickeln Sie diese kontinuierlich, um mehr Einflussmöglichkeiten zu gewinnen.

Machtquellen

Führung und Macht: MachtquellenUm also Einfluss nehmen zu können, müssen wir die uns zur Verfügung stehenden Machtquelle ausschöpfen. Machtquellen könnten u.a. sein:

  •  Macht durch die Entscheidung über Ressourcen
  •  Macht durch die Kenntnis von
    (dokumentierten, persönlichen oder 
soziotechnischen) Informationen
  •  Macht über die Kenntnis von Fach- und Spezialwissen
  •  Macht über die Nutzung von Beziehungen
  •  Macht über die Möglichkeit zum Zwang
  •  Macht über die formale Position
  •  Macht durch eine personale BeziehungFührung und Macht: Analyse der Machtquellen

Idealerweise vergrößern wir unsere Machtquellen, um ein breiteres Repertoire zu erhalten.

Analyse Ihrer Machtquellen

Um Ihre derzeitige Führung und Macht zu analysieren, könnten Sie zum Beispiel wie folgt vorgehen:

  1. Listen Sie alle Menschen und Positionen auf, bei denen Macht und Einfluss von Bedeutung sind (von oder auf Sie).
  2. Beschreiben Sie in jedem einzelnen Fall die Grundlage der Macht.
  3. Wie wichtig ist in jedem einzelnen Fall die Macht bzw. wie groß ist die Abhängigkeit?
  4. Welche Strategien und Methoden setzen Sie in jedem einzelnen Fall ein?
  5. Analysieren Sie nun für Ihre Führung und Macht die Strategien und Methoden:
    Wirken die Methoden und Strategien positiv oder negativ?
    Wird der Kontext berücksichtigt?
    Ist das Timing richtig?
    Welche Emotionen zeigen Sie wann?
    Wie sind die Informationen und Ressourcen verteilt?

Schattenseiten der Macht

Leider gibt es in der Führung auch Schattenseiten der Macht, die das effektive Funktionieren eines Unternehmens beeinträchtigen können:

  • Zügellosigkeit
  • Selbstgerichtkeit und Arroganz
  • Unaufmerksamkeit gegenüber Prozessen und Menschen
  • Intoleranz für Feedback und Kritik
  • Keine Bereitschaft für Kompromisse,

um nur einige zu nennen.

Gerade in herausfordernden Zeiten für Unternehmen könnte es durchaus sein, dass aus einem gut gemeinten Verhalten daraus das Verhältnis zur Macht „kippt‟. Denn gerade in turbulenten wirtschaftlichen Zeiten ist es ja besonders wichtig, Entschlossenheit, Enthusiasmus und Initiative zu zeigen, um Mitarbeiter zu motivieren und zuversichtlich zu
vermitteln.

Leider gibt es kein „Generalrezept‟ für diese Herausforderung zum Thema Führung und Macht. Es hilft auf jeden Fall, grundsätzlich über das Phänomen Bescheid zu wissen. Und sich selbst ab und zu aus einer gewissen Distanz zu betrachten und Selbstkritik zu üben, soll auch nicht schaden.

Führung, Macht und NarzissmusFührung, Macht und Narzissmus

Reflektieren Sie täglich Ihr Führungsverhalten!

In unseren Leadership-Trainings sprechen wir es immer wieder an:
Für eine gute Führungskraft ist eine der wesentlichen Kompetenzen
die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Jetzt sollten Sie es nur auch tun 🙂

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