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Jansen-Newsletter Mai 2005

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Inhalt Newsletter 2/2005 (Mai)
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1. Alles Käse oder was...?
2. Ein Plädoyer für mehr Gelassenheit
3. Neues bei jbt
4. Literaturtipps
5. Wer kündigt, ist auf der Flucht vor seinem Vorgesetzten...
6. Ein paar Tipps für und aus dem Internet
7. Und zum Schluss noch zwei Mails aus dem Tagesgeschäft von jbt ...
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1. Alles Käse oder was...?

In unseren Erfolgstipps und newslettern geht es ja immer im
Wesentlichen darum, Chancen zu erkennen, sich selbst als Persönlichkeit
weiter zu entwickeln. Damit Sie erkennen, dass auch bei Trainern
Glaubenssätze jahrelang Gewohnheiten bestimmen, möchte ich Ihnen gerne
zu Beginn unseres Mai-newsletters (ist schon Mai oder habe ich mich im
Kalender geirrt und es ist – den Temperaturen nach – erst Februar?)
etwas „persönliches“ verraten und mit ein paar Tipps abrunden.

Die, die mich persönlich kennen, wissen, dass ich dem Kochen, gutem
Essen und vor allem einem guten Tropfen Wein etliches abgewinnen kann.
Und immer wieder kam dann der Ausspruch: „Ja, so ein guter Tropfen
Wein, mit Käse dazu, das ist doch toll, oder?“. Und dann kam’s raus:
Seit meiner Kindheit bin ich darauf konditioniert worden (Dank meines
Vaters!), dass Käse „bäh“ ist – und das hat bis letztes Jahr wunderbar
funktioniert, denn bis dahin habe ich Käse nur auf der Pizza ertragen
können. Aber zum Glück gibt’s ja zwei Trainer in der Jansen-Familie und
meine Frau hat dann dafür gesorgt, diesen Glaubenssatz aufzulösen
(falls Sie das jetzt toll finden, so ein Coaching bei ihr kann manchmal
Wunder wirken; wenn Sie mehr wissen wollen: HYPERLINK
"mailto:andrea.jansen@jbt.de" andrea.jansen(at)jbt.de). Seitdem
habe ich großen Genuss mit Käse – und natürlich dem passenden Wein
dazu.

Dazu vielleicht ein paar Tipps für Sie, wie Sie Käse und Wein „zusammen
bringen“:

Ich habe bemerkt, dass bei der großen Vielfalt an Käse nur mein eigener
Gaumen eine gewisse Orientierung schafft; kaufen Sie also nach
Möglichkeit Ihren Käse nur dort, wo sie ihn auch probieren können.
Wieder zu Hause hält er sich – falls Sie nicht über einen dunklen
Keller mit konstanter Luftfeuchte verfügen – eingepackt in Käsepapier
oder Frischhaltefolie dann gut im Kühlschrank. Falls Sie mal einen
ganzen Käselaib kaufen, lässt es sich lange schlemmen, wenn Sie diesen
in ein leicht feuchtes Tuch einwickeln. Kräftige Käsesorten verlangen
nach einem kräftigen Wein. Denken Sie daran: Bei großen Weinen
profitiert meist der Käse mehr als der Wein von der Liaison. Zu fast
allen Käsesorten passen Chardonnay, Chasselas, Weißburgunder, Pinot
Noir oder Gamay. Reife Rohmilchkäse verlangen nach einem reifen Wein
als Partner. Käse und Wein aus derselben Gegend oder Region passen
vielfach gut zueinander. Ich habe festgestellt, dass – je jünger der
Käse ist – dieser stärker auf das Tannin des Weines reagiert. Auch die
leichten Bittertöne eines Weißschimmel-Käse verstärken sich unangenehm
mit Rotwein. Wollen Sie dennoch gerne einen Rotwein servieren,
schneiden Sie einfach mal die Rinde ab...

Und als letzten Tipp: Kürzlich habe ich mal einen pikanten Käse mit
einem Süßwein dazu genossen. Das sollten Sie unbedingt auch mal
probieren...

2. Ein Plädoyer für mehr Gelassenheit in Zeiten des „Chaos“

Kürzlich ist mir wieder eine Studie in die Hände gefallen: Das
Managementzentrum in St. Gallen hat in einer Umfrage unter mehr als 500
Führungskräften u.a. herausgefunden, dass

90 % der Befragten davon ausgehen, dass sich ihr Unternehmen in den
nächsten 5 Jahren gravierend verändert. 90 % der Meinung sind, dass der
Job als Führungskraft nur noch mit perfekter Vorbereitung, präzisem
Vorgehen und Beharrlichkeit zu schaffen ist. 75 % von steigenden
Anforderungen ausgehen. 50 % der Meinung sind, dass die meisten
Mitarbeiter aufgrund des gesteigerten Leistungsdrucks zunehmend nicht
mehr voll leistungsfähig sind.

Auch wir konnten hie und da bei Führungskräften beobachten, dass diese
sich immer mehr „ausklinken“ und gar nicht mehr richtig wahrnehmen, was
um sie herum geschieht. Gefördert wird dies noch durch die Tendenz zur
„Vereinfachung“ in der Regel doch etwas komplexer Sachverhalte. Und am
Ende steht dann die Manifestierung des Peter-Prinzips (jeder wird so
lange befördert, bis er seine persönliche Stufe der Inkompetenz
erreicht hat)?

Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter sind heute – vielleicht wie
nie zuvor gezwungen – sich positiv mit Veränderungen auseinander zu
setzen. Selbst in scheinbar „stabilen“ Unternehmen wird Change
Management und „der Wandel“ langsam zur Normalität. Was zunehmend
zählt, ist nicht, was jemand gelernt hat, sondern wie wir mit
Veränderungen und neuen Anforderungen umgehen.

Hier ein paar Tipps, worauf Sie als Führungskraft achten sollten:
Gerade in den Momenten, wo wir uns mehr als Getriebene als Akteure
wahrnehmen, sollten wir inne halten. Erfolgreiche Führungskräfte
organisieren sich besser (z.B. delegieren diese mehr, lesen nicht jede
Mail selbst ...) und haben mehr positive Zuversicht. Ein gewisses Maß
an Stress ist nötig; um uns Weiterzuentwickeln, brauchen wir
Herausforderungen und müssen Dinge tun, die wir bisher vielleicht noch
nicht gemacht haben. Erkennen Sie die Motivationsaspekte in Ihren
Herausforderungen und arbeiten Sie an Ihrem Selbstvertrauen. Wenn es zu
unruhig wird und wir zuviel „Altes“ über Bord werfen müssen, dann nimmt
die Unsicherheit jedoch zu und Überforderung droht. Sorgen Sie also –
zumindest in Ihren anderen Lebensbereichen oder ganz persönlich für
sich selbst – für einen ruhigen und stabilen Zustand (d.h. essen Sie
regelmäßig, schlafen Sie genug, lassen Sie Ihren Tag mit einem
entspannenden Ritual ausklingen usw.). Auch im Business sollten wir
einen Rhythmus zwischen Stabilität und Veränderung anstreben.
Reduzieren Sie Ihr Kontrollbedürfnis und machen Sie nur dort „Druck“,
wo das auch sinnvoll ist. Machen Sie sich Ihre Stärken und Schwächen
klar. Arbeiten Sie an Ihren Defiziten! Trainieren Sie Ihre
Gelassenheit. Lebenslaufforscher an der International University Bremen
haben herausgefunden, dass Führungskräfte, die an sich selbst glauben
und als Optimisten Neuem gegenüber offen sind, Herausforderungen besser
bewältigen können.

 3. Neues bei jbt

Endlich sind sie vorbei, unsere Mail- und Serverprobleme! Seit kurzem
ist jetzt die Migration aller Daten abgeschlossen, unser neuer
leistungsfähiger Server funktioniert und alle PCs und Notebooks sind
angeschlossen. Jetzt sind wir also wieder „voll“ (elektronisch
natürlich!) für Sie da...

Ihre ersten Einsätze als Arbeitgeber-Vertreterin in der
Prüfungskommission der IHK hatte auch unsere Büroleiterin, Frau Manß,
die seit diesem Jahr aktiv im Prüfungsausschuss der IHK tätig ist.

Nach unserem internen Strategieworkshop haben wir uns endgültig
entschlossen, den schon in 2004 beschrittenen Weg weiter zu gehen,
künftig keine „offenen“ (firmenübergreifenden) Seminare mehr
anzubieten. Obwohl einige von Ihnen dies durchaus schon im letzten Jahr
bedauerten, sehen wir einfach mehr „Sinn“ darin, Sie mit
unternehmensspezifisch konzipierter Personalentwicklung zu
unterstützen. Gerne empfehlen wir Ihnen aber bei Bedarf eine/n
kompetente/n Trainerkollegin oder Trainerkollegen, falls Sie die
Teilnahme an einem offenen Training für Ihre persönliche Entwicklung
anstreben.

 4. Literaturtipps

Gerne empfehle ich Ihnen in diesem newsletter wieder zwei Bücher, die
sich zur Lektüre lohnen:

Welch, Jack: Winning – Das ist Management Jack Welch, ehemaliger Chef
von GE – verrät in diesem Buch seine Managementtricks und -tipps. Auf
Deutsch ist das Buch leider noch nicht erschienen (es gab aber in der
letzten „Wirtschaftswoche“ (5.5.05) eine Leseprobe; Erscheinungsdatum
nach Amazon soll der 19.5. sein). Ich habe das englische Original
gelesen und musste zwar feststellen, dass auch Welch nichts Neues
erfunden hat, seine Klarheit aber das Wesentliche immer wieder auf den
Punkt bringt. Nähere Infos unter HYPERLINK "http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3593377675/qid=1115893145/sr=8-1/
ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/028-8263410-5910918"
www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3593377675/qid=1115893145/sr=8-1/r
ef=sr_8_xs_ap_i1_xgl/028-8263410-5910918


Hoffmann / Schoper / Fitzsimons: Internationales Projektmanagement
HYPERLINK "http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423508833/qid=1115892720/sr=8-1/
ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/028-8263410-5910918"
www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423508833/qid=1115892720/sr=8-1/r
ef=sr_8_xs_ap_i1_xgl/028-8263410-5910918
Ein wirklich tolles Buch für alle, die in internationalen Projekten
mitarbeiten oder diese leiten. Unbedingt kaufen!

 5. Wer kündigt, ist auf der Flucht vor seinem Vorgesetzten ...

Auch Batz & Siegler Consulting ( HYPERLINK
"http://www.human-resources-monitor.de/download/presse0604.pdf"
www.human-resources-monitor.de/download/presse0604.pdf) haben
eine Umfrage in Auftrag gegeben (10.000 Mitarbeiter!), die uns
Erkenntnisreiches über die Anforderungen an Führungskräfte verrät: 90 %
(also 9.000 Mitarbeiter) sehen im Führungsverhalten ihrer Chefs die
größte Schwachstelle im Unternehmen. Fast jeder zweite Mitarbeiter (das
wären, wenn ich rechnen kann, etwa 5.000 Mitarbeiter) empfindet kaum
Arbeitsfreude und würde seinem Chef ein schlechtes oder sehr schlechtes
Zeugnis ausstellen. Mittelständler schneiden im Vergleich deutlich
besser ab als Global Player; nur wenige Konzernmitarbeiter (hier wird
keine Zahl genannt) hätten noch Spaß bei der Arbeit oder fühlten sich
ihrem Arbeitgeber verpflichtet. Die meisten Führungskräfte (auch hier
keine konkrete Zahl) würden sich „zu viel vornehmen“ und kläglich
scheitern; vor allem das Einschränken von Handlungsfreiheit für
Mitarbeiter sei ein Problem.

Als Ergebnis der Studie wünschen sich die Befragten von ihren
Führungskräften vor allem unternehmerisches Denken und Handeln (82 %),
teambildende (76 %) und kommunikative (71 %) Kompetenz, aber auch
Eigenschaften wie visionär (67 %) und zielorientiert (63 %) und
Sozialkompetenz (40 %).

Das die Mitarbeiterführung in etlichen Unternehmen nicht zum Besten
bestellt ist, dürfte grundsätzlich nichts Neues sein. Dennoch halte ich
die veröffentlichten Zahlen (z.B. dass etwa 5.000 Mitarbeiter keine
Lust mehr haben oder dem Chef ein schlechtes Zeugnis ausstellen) für
sehr hoch. Wenn das tatsächlich so wäre – interessant wäre dann
natürlich zu wissen, wer eigentlich befragt wurde – dann hätten wir
hier eine dramatische Aussage! Also, falls Sie es als Führungskraft
bisher nicht wussten: Führen Sie unternehmerisch (unternehmen Sie
etwas, aber nicht verzetteln!), arbeiten Sie an Ihrer
Kommunikationskompetenz und führen Sie nie ohne Sinn und Ziel.

 6. Ein paar Tipps für und aus dem Internet

Wenn Ihnen mal langweilig sein sollte, dann viel Spaß auf folgender
Seite (lohnt sich): HYPERLINK "http://hihi.elmer.org/pics?page=1"
hihi.elmer.org/pics

Geht es Ihnen manchmal auch so, dass Sie wissen „irgendwo auf meinem
Rechner“ habe ich doch diese oder jene Information, nur wo? Dann könnte
Ihnen etwas Tolles von „Google“ nützen, nämlich die
Desktop-Suchfunktion. Das kostet nix und ist absolut klasse.
Herunterladen können Sie das von der Seite HYPERLINK
"http://www.google.de/intl/de/options.html"
www.google.de/intl/de/options.html

Falls Sie ab und zu mal etwas „PDF’en“ wollen, Ihnen aber zum Beispiel
die Acrobat-Software zu teuer ist, dann können Sie auch kostenlos
MS-Office-Daten in PDF umwandeln mit HYPERLINK "http://www.gohtm.com/"
www.gohtm.com

Und falls Ihnen der MS-Internet-Explorer mal wieder auf den Keks geht,
dann können Sie sich hier den besten Browser, den es zurzeit gibt,
runterladen: HYPERLINK "http://www.mozilla.org/"
www.mozilla.org

Eine tolle Seite für alle, die sich manchmal mit fremdsprachlichen
Begriffen herum schlagen müssen, habe ich in München gefunden:
HYPERLINK "http://www.leo.org/" www.leo.org

 7. Und zum Schluss noch zwei Mails aus dem Tagesgeschäft von jbt ...

Letzthin sitze ich, nichts ahnend und gerade genüsslich die Aussicht
aus meinem Bürofenster genießend, an meinem Schreibtisch, da bekomme
ich eine tolle Mail: Unter dem Header „Erklärung“ schreibt mir ein
offensichtlich unterbeschäftigter Buchautor, der mir vorwirft, er habe
die Begriffe Dialektik, Rhetorik und Rabulistik sozusagen für sich
gepachtet und „sein RA-Team“ hätte diese Begriffe auf unserer
Internet-Seite gefunden und – da wir diese widerrechtlich verwenden
würden – sollten wir doch die Begriffe mit seinem Namen kennzeichnen
oder entfernen. Für mich drängt sich jetzt natürlich die Frage auf, ob
der die Begriffe nicht selber in Google eingeben kann und wie er für
seine dusseligen Mails an Sokrates, Aristoteles und Co. rankommen will
(von denen stammen die Begriffe nämlich!). Naja, wenn man sonst nichts
zu tun hat ...

Was uns natürlich sehr freut, sind Mails wie folgende: Ich bin Ihnen
sehr dankbar für das Zustellen der Information und den zusätzlichen
Literaturhinweis. Nach kurzer Durchsicht der Unterlagen bin ich
überzeugt, eine gute Basis für ein erfolgreiches Meeting zu haben. Ihre
Freizügigkeit im Verteilen von Know-how rechne ich Ihnen hoch an. Auch
wenn ich kein potentieller Kunde sein werde von Ihnen, findet sich ihr
Logo im Quellenverweis meiner Präsentation wieder.

 So, das wär’s mal wieder...

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch diesmal wieder für Ihre Fragen
und Anregungen zur Verfügung.

Und denken Sie daran: Wachsen können wir nur an unseren
Herausforderungen!

herzlichst, Ihr Ralf Jansen

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