Jansen-Newsletter Juni 2006
DIES IST EIN INFO-BRIEF FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE, KUNDEN UND FREUNDE VON
Jansen Beratung & Training International
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Inhalt Newsletter 2/2006 (Juni)
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1. Was man als Führungskraft tun kann, um die „Tabuthemen“ auf den Tisch zu bekommen ...
2. Selbst beim Recruiting gibt’s „Dreckspatzen“ ...
3. Neues bei jbt
4. Literaturtipps
5. Müde am Arbeitsplatz?
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1. Was man als Führungskraft tun kann, um die „Tabuthemen“ auf den
Tisch zu bekommen ...
Sicherlich haben Sie schon die Situation erlebt, dass Sie als
Führungskraft, Personalentwickler oder Moderator regelrecht „spüren“,
dass es ein Tabuthema gibt; aber es will keiner darüber reden!
Nachfolgende Technik habe ich vor kurzem spontan bei einer
Teamentwicklung mit großem Erfolg eingesetzt, bei der es mir darauf
ankam, die spürbaren Tabuthemen behutsam an die Oberfläche zu bekommen:
Jeder Teilnehmer hat auf Moderationskarten die Themen notiert, die im
Team nie offen diskutiert werden, aber seiner Meinung nach latent
vorhanden sind (haben Sie keine Sorge vor der „Anonymität“; falls Sie
diese absolut sicher stellen wollen, lassen Sie die Teilnehmer ihre
Themen auf normales Papier notieren, machen Sie dann eine Pause und
übertragen Sie die Punkte selbst auf Karten). Karten einsammeln,
mischen und wieder gleichmäßig auf die Teilnehmer verteilen. Jeder
Teilnehmer liest still die Karten, die er/sie bekommen hat; Kommentare
dazu sind nicht gestattet! Dann gibt jeder die Karten an seinen linken
Nachbarn weiter; wieder lesen und weitergeben, solange, bis jeder alle
Karten gelesen hat. Die Karten werden wieder eingesammelt und
vernichtet! (Nach dem Motto „Tabu bleibt auch Tabu“). Jetzt „ganz
normal“ weiter im Moderationsfahrplan ...
... und Sie werden merken, dass die Aufforderung, nicht über die Tabus
zu sprechen, paradoxerweise die Diskussion fördert. Der Moderationspart
hat bei mir gerade mal 35 Minuten gedauert, kann aber natürlich auch
verlängert werden, wenn Sie mehr Zeit für die Diskussion benötigen.
Probieren Sie’s doch einfach auch mal aus; ich freue mich auf Ihr
Feedback.
2. Selbst beim Recruiting gibt’s „Dreckspatzen“ ...
Es steht außer Frage, dass ein gutes Recruiting einen wesentlichen
Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens hat. Deshalb unterstützen auch
wir bei Jansen Beratung & Training Int. Unternehmen bei der Auswahl von
Mitarbeiter/innen für das Unternehmen, konkreten Projekten oder
bestimmten Laufbahnen, denn die Personalentwicklung gestaltet sich – um
es vorsichtig auszudrücken – dann besonders schwierig, wenn bei den
falschen Leuten etwas entwickelt werden soll, was vielleicht in den
individuellen Talenten nicht vorhanden ist und auch aufgrund der
Persönlichkeit nur schwer entwickelt werden kann.
Einen „Hammer“ finde ich es jedoch, wenn Unternehmen das Recruiting als
Instrument für kostenloses Consulting missbrauchen.
Es werden zunehmend mehr Fälle bekannt, in denen Unternehmen eine
Stelle ausschreiben, die sie gar nicht besetzen wollen. Die eingehenden
Bewerbungen werden dann „gescannt“ und einige der Top-Kandidaten zum
Assessment eingeladen. Hier müssen dann konkrete und
branchenspezifische Lösungen erarbeitet und präsentiert werden (z.B.
Wählen Sie eine Ihnen bekannte Branche aus, bei der es Bedarf für XYZ
gibt ... Welche Aktivitäten ergreifen Sie, um diesen Markt zu
bearbeiten? ... Welche Risiken sehen Sie? ...).
Unternehmen, die sich auf diese Weise Know-how „erschleichen“, gehören
für mich in die unterste Kategorie und sollten sich dringend einmal mit
dem Thema „werteorientierte Unternehmensführung“ beschäftigen.
3. Neues bei jbt
Unser Team in Darmstadt hat wieder einmal Verstärkung bekommen: Frau
Waymann unterstützt unser Office als Praktikantin bis Ende November im
Rahmen ihrer schulischen Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation.
Dadurch unterstützen wir nicht nur unsere künftigen Fachkräfte durch
die Bereitstellung eines regelmäßigen Ausbildungsplatzes und die
Prüfungskommission der IHK Darmstadt, durch unser Engagement dort,
sondern bieten auch für rein schulische Auszubildende die Chance, in
die echte unternehmerische Praxis zu schlüpfen. Vielleicht wollen Sie
es uns ja „nachmachen“, denn was nützen unserer Wirtschaft letztlich
Auszubildende mit hervorragenden Abschlussnoten, die aber noch nie
einen Betrieb „von innen“ erlebt haben.
In Kürze werden Sie dann von unserem neuesten „Projekt“ profitieren
können, denn dann wird es die erste Ausgabe des
jbt-Führungskräfte-Podcast geben. Einige interessante Interviews haben
wir schon geführt und den ersten Podcast zum Thema „Brauchen
Führungskräfte Macht?“ schon so gut wie fertig. Künftig werden wir uns
dann mit Erfolgstipps und dem jbt-Führungskräfte-Podcast abwechseln, so
dass Sie einmal was zum Lesen und dann wieder was zum Hören haben. Wie?
Sie wissen noch nicht, was ein Podcast ist? Dann gleich klicken:
HYPERLINK "http://www.podcast.de" \o "podcast.de - Das deutschsprachige
Podcast-Portal" www.podcast.de
Ab Spätherbst wird es auch wieder ein firmenübergreifendes Basis- und
Aufbauseminar für Führungskräfte geben. Voraussetzung für die Teilnahme
ist allerdings, dass Sie bereits beruflich erfolgreich und erfahren
sind, damit Sie selbst und auch die anderen Teilnehmer von den
Diskussionen und dem Austausch in höchstem Maße profitieren können.
Generell werden im Basis-Seminar Themen behandelt, die einer
Führungskraft durch den Kopf gehen, wenn man schon vieles erreicht hat
und sich überlegt, ob man noch einmal so richtig „durchstarten“ will
oder eine weitere Karriere in einem anderen beruflichen oder privaten
Feld anstreben sollte. Das Aufbauseminar vertieft dann spezielle Themen
der Teilnehmer/innen. Falls Sie auf jeden Fall über die Inhalte und
Termine informiert werden möchten, genügt eine mail an HYPERLINK
"mailto:natascha.manss@jbt.de" natascha.manss@jbt.de; ansonsten
informieren wir Sie rechtzeitig, wenn wir denken, dass Sie eine
Bereicherung für das Seminar wären.
Und fast hätte ich es vergessen: Brandaktuelle Informationen, Tipps,
Diskussionen und mehr gibt’s ab sofort auch in unserem Web-Blog auf
HYPERLINK "http://was-gibts-neues.blogspot.com/"
was-gibts-neues.blogspot.com .Viel Spaß!
4. Literaturtipps
Da Führung und Leadership sich zunehmend in internationalem Kontext
abspielt, haben wir für Sie auch in diesem newsletter wieder einen
englischen Buchtipp:
Benfari, Robert C.: Understanding and changing your Management Style
Benfari bietet ein breites Instrumentarium an (basierend auf dem
M.B.T.I.), mit dem Sie daran arbeiten können, Ihre persönliche Vision
der erfolgreichen Führungskraft umzusetzen. Hier ein Kommentar eines
Lesers: A practical guide to using the Myers-Briggs Type Indicator
geared toward helping the manager understand and change her own
management style. I liked this book and heartily recommend it to anyone
who would become a better manager or leader. Several tests are included
to aid in understanding one's own values, problem solving preferences,
and "practical IQ," as well as how one deals with conflicts and
"problem personalities." This book allows an opportunity for managers
to alter their behavior for the better. Good managers are made, not
born, and Benfari offers good lessons for making them. www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0787908584/ref=si_1_2/302-1991376-
5956030
Meine zweite Empfehlung für den „Life Styling“-Bereich:
Michael Kastner (Hg.): Die Zukunft der Work Life Balance
Wie sich Beruf und Familie, Arbeit und Freizeit miteinander vereinbaren
lassen, beschäftigt – glaube ich – jeden von uns zu unterschiedlichen
Zeiten seiner beruflichen Entwicklung. Kastner ist es gelungen, in
seinem Buch (eine Aufsatzsammlung von 21 Beiträgen) unterschiedliche
Sichtweisen (Gesundheitswissenschaft, medizinische Soziologie,
Arbeitsmedizin, Sozial-, Freizeit- und Organisationspsychologie) zu
vereinen. Und herausgekommen ist dabei ein interessantes, wenn nicht
das umfassendste deutschsprachige Werk zu diesem Thema. www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3893344217/qid=1148394738/sr=1-1/r
ef=sr_1_0_1/302-1991376-5956030
5. Müde am Arbeitsplatz?
Kennen Sie den alten Witz?
Der Chef kommt zum Mitarbeiter, weil der ihm alles viel zu langsam
macht. Er fragt ihn: Mensch, Schulze, ich beobachte Sie jetzt schon
eine ganze Zeit lang. Sie denken langsam, Sie gehen langsam, Sie
arbeiten langsam. Was geht bei Ihnen eigentlich schnell? Sagt der
Mitarbeiter: Ich werde schnell müde!
Na ja, auch wenn Sie jetzt schmunzeln: Irgendwann erwischt uns alle die
Müdigkeit. Dann nämlich, wenn unsere Leistungskurve sich abwärts bewegt
(meist nach dem Essen und abends). Auch wenn sich die Ermüdungsphasen
nicht vermeiden lassen, so können wir doch aktiv die Rhythmen etwas
„glätten“:
Schlafen Sie nachts genug. Planen Sie Ihren Tag entsprechend Ihrer
Leistungskurve. Essen und trinken (Wasser natürlich!) Sie regelmäßig.
Denken Sie an gute, helle Beleuchtung (550 Lux oder mehr) am
Arbeitsplatz. Drehen Sie die Heizung runter (oder heizen Sie in diesem,
bis Mai andauernden Winter nicht mehr?). Sitzen Sie möglichst aufrecht.
Machen Sie ab und zu einen „Power-Nap“, also ein kurzes, zehnminütiges
„Schläfchen“. Gehen Sie eine Runde „um den Block“ (ohne Zigarette!).
Trinken Sie einen (guten) Espresso; Nachteil: Lässt die Wirkung des
Koffein nach, werden Sie wahrscheinlich noch müder. Essen Sie mal was
„Süßes“ (in Maßen!), am Besten in Form von Obst. Bewegen Sie sich mehr
(auch in Ihrem Büro). Hören Sie mal kurzzeitig „peppige“ Musik.
So, das wär’s mal wieder; selbstverständlich freuen wir uns auch
diesmal wieder über Ihr Feedback, Ihre Fragen und Anregungen.
Und zum Schluss noch eine Anregung meines Schweizer Kollegen, Dr.
Stiefel, der aufgrund des vielen Unsinns in der Trainings-Szene einen
„Schwachsinns-Award“ anregt. Meine beiden Favoriten auf den Titel
wären:
Platz für die Kennedy School (eigentlich eine ganz renommierte) an der
Harvard University, die einen Kurs anbietet, in dem die Teamfähigkeit
der Teilnehmer dadurch entwickelt werden soll, indem sie wie Gänse
kreischen. Platz für die Moderatorin, die im Rahmen einer
Podiumsdiskussion ernsthaft darüber diskutieren will, ob die durch
„über Kohlen laufen“ erworbenen „Soft Skills“ eine generelle Maßnahme
für eine erfolgreiche Karriere darstellen.
herzlichst, Ihr Ralf Jansen
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