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Jansen-Newsletter #53

Dies ist der aktuelle Jansen-Newsletter #53 vom 15.11.11 für Führungskräfte, Personalentwickler, Kunden und Freunde von

Jansen Beratung & Training International
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Hallo lieber Kunde,
"Wenn Du als Chef beliebt bist, hast Du schon irgendwas falsch gemacht." Soweit der O-Ton von Bernd Stromberg (die neuen Folgen werden seit letzten Dienstag auf Prosieben gesendet: http://www.prosieben.de/tv/stromberg/ ). Und tatsächlich scheint es so zu sein, dass fiese Chefs weiter kommen. Eine aktuelle Studie der australischen Bond Universität hat nämlich ergeben, dass üble Chefs in 64% aller Fälle nicht nur keine Konsequenzen zu befürchten haben, sondern vielfach sogar noch befördert werden.

Na, da haben wir ja die nächsten Jahre noch ordentlich zu tun, wenn das stimmen sollte ;-)

Hier nun die aktuellen Themen in diesem Jansen-Newsletter:

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Inhalt Jansen Newsletter #53 vom 15.11.11:
1. Griechenland, Maddoff & Co. - und was man erkennt, wenn man rechnen kann
2. Mitarbeitern zuzuhören steigert die Zufriedenheit
3. Das menschliche Hirn ist nicht für Multitasking geschaffen
4. Erfolgstipp des Monats: 6 Prinzipien für persönliche Produktivität
5. Was ist eigentlich das ... "Impostor-Syndrom"?
6. Bücher-Tipps für Ihren Erfolg

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1. Griechenland, Maddoff & Co. - und was man erkennt, wenn man rechnen kann

Haben Sie's auch gelesen: Ein Team von Wissenschaftlern von der TU Ilmenau hat mit dem "Benfordschen Gesetz" von 1938 mathematisch nachgewiesen, dass Griechenland wahrscheinlich bei seinen Zahlen "getrickst" hat. (http://de.wikipedia.org/wiki/Benfordsches_Gesetz) Das Gesetz besagt, dass Zahlen in beliebigen Datensätzen in einer scheinbar banalen Regelhaftigkeit auftauchen. Bei gefälschten Zahlen kommt es dann zu einer Abweichung dieser Verteilung. Das IWF soll bereits Interesse am Prüfungs- verfahren angemeldet haben ...

Ganz ähnlich war es auch im "Fall Maddoff". Schon 1999 erkannte Harry Markopolos, dass mathematisch die Ergebnisse von Bernard Madoff unmöglich waren. Er hatte eigentlich den Auftrag von seinem Chef bei Rampart Investment Management bekommen, die Strategien von Madoff zu kopieren. Markopolos wurde dann bei der SEC vorstellig und - im Jahr 2005 - noch konkreter. Mittlerweile war er Privatermittler mit Schwerpunkt Wertpapier- betrug geworden. Seine Erinnerungen hat er in einem sehr lesenswerten Buch verfasst (siehe Literaturtipps).

Und die Moral von der Geschicht: Trau' erstmal den Zahlen nicht. Vielleicht ist es in der heutigen Zeit gar nicht mal so übel, wenn man ab und zu seinen Kopf einschaltet und mal ein bißchen nachrechnet. Ob uns damit die absehbaren Probleme in Euroland erspart geblieben wären - ich weiß es nicht ;-)

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2. Mitarbeitern zuzuhören steigert die Zufriedenheit

Einer Kienbaum-Studie zufolge berichten knapp 60% von 160 befragten Personalchefs, dass sie durch Mitarbeiterbefragungen eine höhere Mitarbeiterbindung und eine verbesserte Unternehmenskultur erreicht hätten (Quelle: Handelsblatt Nr. 208, 27.10.2011, S. 65).

Nun ja. Befragungen alleine "bringen" mit Sicherheit noch keine höhere Mitarbeiterbindung. So viel können wir nach 20 Jahren Erfahrung in diesem "Business" feststellen. Viel entscheidender ist, wie Unternehmen mit den dadurch geweckten Erwartungen seitens der Mitarbeiter umgehen. Unsere Erfahrung zeigt, dass nicht selten der fehlende Einsatz der Chefetage (das wird auch in o.g. Artikel angesprochen) ein "nachhalten" der Ergebnisse aus solchen Befragungen verhindert. Oft erleben wir auch ein besonderes Phänomen: Mitarbeiter werden befragt, äußern mehr oder weniger offen das, was ihnen auf dem Herzen liegt - und Führungskräfte trauen sich nicht, auch einmal klar anzusprechen, was "machbar" und gewollt ist.

Auf jeden Fall läßt sich festhalten: Wenn nach einer Mitarbeiterbefragung nichts passiert oder nur "operative Hektik" in Form von Einmalmaßnahmen erfolgt, dann ist's bald dahin mit der Bindung der Mitarbeiter. Also: Wenn schon, dann richtig! Aber so hätten Sie's wahrscheinlich eh' gemacht, oder?

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3. Das menschliche Hirn ist nicht für Multitasking geschaffen

Mit einer einfachen und dennoch überaus wirkungsvollen Grundphilosophie sinnvoll mit der eigenen Zeit umgehen, um privat und beruflich erfolgreich zu sein: Das ist der Anspruch, den wir seit 1990 mit unserem Kinetischen Zeitmanagement verfolgen.

Jetzt hat die Stanford Universität wieder mal einen Beweis für eine unserer Methoden erbracht. Getestet wurde nämlich, ob ein Mensch, der intensiv Multi-Tasking betreibt, leistungsfähiger ist als ein "zufälliger" Multitasker. (Quelle: Financial Times Deustchland, 14.10.2011, S. 30). Und das Ergebnis ist klar: Die Schwerst-Multitasker haben verloren!

Spannend ist jetzt natürlich, zu erkennen, warum das so ist. Französische Forscher konnten mit bildgebenden Verfahren nachweisen, dass wir zu erledigende Aufgaben auf unsere beiden Hirnhälften verteilen. Da wir aber eben nur 2 haben, wird jede neue Aufgabe nur noch auf "neuronaler Sparflamme" bearbeitet und im Hirn auf einen hinteren Platz verschoben. Gut trainierte Menschen schaffen es wenigstens noch, 5 (+/- 2) "Sachverhalte" gleichzeitig zu jonglieren.

Nachteile dieser automatischen Priorisierung: Sehr große Fehleranfälligkeit, abnehmende Konzentrationsfähigkeit, höhere Sucht nach "schneller" Belohnung (das ist der Grund, warum langfristige Aufgaben oft gegen kurzfristige "verlieren"), veränderter Umgang mit Informationen ("Info-Junkies") ... Irgendwann signalisiert dann das Hirn, das "alles" zu viel ist.

Harvard hat jetzt - und das passt 100%ig auf das, was wir seit 20 Jahren in unseren Seminaren sagen - folgenden Tipps dazu gegeben:

  • Erstellen Sie sich täglich eine Liste der zu erledigenden Aufgaben (das ist unsere priorisierte, rollierende Aktivitäten-Check-Liste)
  • Bei einer Störung: Die neue Aufgabe aufschreiben und zur alten zurück kehren (sagen wir auch, wenn die Priorität nicht höher ist)
  • eMails und Störungen reduzieren (also nicht permanent auf jede eingegangen Mail reagieren ...)

Da darf ich mich jetzt schon mal freuen, dass unsere Kunden das alles schon wissen :-))
Lassen Sie mich mit einem Zitat von Martin Korte (Professor für Neurobiologie an der TU Braunschweig) schließen: "Man wird im Leben mehr bewerkstelligen - auch gleichzeitig so es mal sein muss - wenn man das Multitasking konsequent meidet."

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4. Erfolgstipp des Monats: 6 Prinzipien für persönliche Produktivität

Also erst die schlechte Nachricht: Unsere neue website ist immer noch nicht von der Agentur fertig programmiert. Und hier die gute Nachricht: Dafür müssen Sie wieder nicht extra auf die website, um sich den aktuellen Erfolgstipp zu laden - sondern bekommen diesen als Anhang mit diesem Newsletter mitgeliefert.

Passend zu unserem Beitrag zum Multitasking habe ich für Sie einen Artikel aus dem Harvard Business Manager ausgewertet und die dort vorgesetllten 6 Prinzipien konkretisiert.

Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen.

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5. Was ist eigentlich das ... "Impostor-Syndrom"?

Sie hatten schon mal Prüfungsangst? Oder Lampenfieber? Dan ist das nichts Außergewöhnliches. Denn Zweifel kennt jeder. Allerdings gibt es durchaus Menschen, die selbst nach einem großen Erfolg diesen nicht Ihren Fähigkeiten zuschreiben - sondern dem Zufall, glücklichen Umständen oder günstigen Beziehungen. Sie halten sich - völlig zu Unrecht - für "Hochstapler" und fürchten, dass ihre Inkompetenz schon bald auffliegen könnte.

Dem Impostor-Syndrom (aus dem englischen von "Betrüger/Hochstapler") liegt dabei nicht selten ein Perfektionsdrank zugrunde. Vor allem Menschen, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen, sind davon betroffen. Und interessanterweise mehr Frauen als Männer.

Hätten Sie's gewusst?

Einen interessanten Artikel dazu finden Sie auch hier: www.gehirn-und-geist.de/artikel/1019537

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6. Bücher-Tipps für Ihren Erfolg

Und hier wieder zwei Buchempfehlungen für Sie, dieses mal zwei Klassiker zum Thema "Körpersprache":

Die 100 besten Wirtschaftsbücher aller Zeiten
"Alles, was man lesen muss." schrieb Regina Krieger im Handelsblatt. In 11 Themenkapital untergliedert werden die "besten" Bücher kurz und knapp vorgestellt. Als Einstieg wunderbar - und dann können Sie das eine oder andere Buch dann ja doch komplett lesen ;-)

Markopolus, Harry: No one would listen
Der Buchtipp zu unserem Artikel.

Viel Spaß beim Lesen.

Falls Sie Feedback oder Anregungen zum Jansen-Newsletter haben, dann senden Sie doch einfach eine Mail an mich (ralf.jansen[at]jbt.de).

Diesen Monat gibt es keinen Witz, sondern das "Dementi des Monats": Kürzlich wurde nämlich kolportiert, dass Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot (§2, Abs. 2 StVO)

nun als Verkehrsordnungswidrigkeit mit drastischen Strafen verbunden werden sollen. Das ist natürlich Quatsch.
Es gilt also weiterhin die unausgesprochene Empfehlung, auf Fahrbahnen mit mindestens zwei Fahrstreifen immer den ganz linken zu benutzen. Sie sparen sich nicht nur das überflüssige Blinken und Lenken beim Fahrstreifenwechsel. Auch der Umwelt tun Sie Gutes, zumal Ihr Fahrzeug mit gleichbleibender Geschwindigkeit spritsparend unterwegs ist.

Und falls dann doch mal einer dieser "RASER" von hinten anrauscht, schauen Sie sich doch mal die Typen (selten Frauen) an: Hektischer Gesichtsausdruck, "Blinker links" gesetzt, kopfschüttelnd Lichthupe gebend. Da ist es doch mal an der Zeit, mit Ihrer Ruhe auch diesen Menschen zu etwas mehr "Slow Life" zu verhelfen. Und man ist ja mit 110 Km/h durchaus schnell genug unterwegs, nicht wahr?

Der nächste Jansen-Newsletter erscheint wieder pünktlich am 15. Dezember 2011. Und - wenn alles gut geht - dann in "neuem Kleid".
Bleiben Sie bis dahin erfolgreich,
Ihr
Ralf Jansen

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